Ein genauerer Blick auf mechanische

Luftfahrt–Navigationsrechner

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Vorwort

Mit der Erfindung des elektronischen Taschenrechners fand der Rechenschieber, einst ein unverzichtbares Werkzeug in vielen Berufen, ein sehr schnelles Ende. Nur in einer Nische konnten sich mechanische Rechengeräte bis heute durchsetzen, nämlich in der Luftfahrt, obwohl dieser Bereich wie kaum ein anderer den technischen Fortschritt verkörpert. 

Im Cockpit eines modernen Verkehrsflugzeuges haben die alten Koppelnavigationsgeräte jedoch keine Existenzberechtigung mehr. Selbst in der Allgemeinen Luftfahrt führt der mechanische Computer ein Schattendasein, das mit dem Siegeszug der Satellitennavigation zusammenhängt. 

Für die Navigationsausbildung der Piloten sind diese alten Teile aber nach wie vor unverzichtbar und werden daher weiterhin produziert. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die mechanischen Lösungen für die hier auftretenden räumlichen Probleme besonders anschaulich sind. Deshalb konnten sich die elektronischen Navigationsrechner, die sehr schnell auf den Markt kamen, nicht wirklich durchsetzen.

Dass die außerordentliche Vielfalt der mechanischen Navigationsrechner, die im Laufe der relativ kurzen Geschichte der Luftfahrt erfunden wurden, vielleicht nicht allzu bekannt ist, brachte mich auf die Idee, diese Seiten ins Netz zu stellen. Vielleicht kann ich auf diese Weise etwas von dem Wissen über die historische Luftfahrt-Navigationstechnik vor dem Vergessen bewahren. Vor allem wollte ich den menschlichen Einfallsreichtum würdigen, der hier besonders deutlich wird.

Sollten Sie sich für das Thema Navigation in der Luftfahrt interessieren, möchte ich Sie ausdrücklich ermuntern, die von mir auf 200 Seiten zusammengestellte Dokumentation herunterzuladen. Um die Ausführungen einem möglichst breiten Publikum  nahezubringen, ist die Abhandlung in englischer Sprache verfasst.

Autor: 

Datum:

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Umfang:

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Dateigröße: 

Klaus Petzold

28.01.2020

PDF-Datei

200 Seiten

Englisch

26 MB

Zum Buch

Die Abhandlung ist kein Lesestoff im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein Nachschlagewerk. Es ist auch kein Lehrbuch, sondern richtet sich an Leser, die bereits über Grundkenntnisse der Flugnavigation verfügen. In vielen tausend Flugstunden habe ich praktische Erfahrungen gesammelt, so dass ich solche Produkte hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit beurteilen kann. Unabhängig von meiner persönlichen Einschätzung wollte ich den zahlreichen Erfindern ein Denkmal setzen. Leider kenne ich nicht alle ihre Namen. Für Hinweise auf notwendige Ergänzungen, Fehler oder Irrtümer bin ich immer dankbar (E-Mail: info@flight-computer.de). 

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Berechnungsmethoden manchmal gleich oder zumindest ähnlich sind, was nicht unbedingt bedeutet, dass die Erfinder beim geistigen Eigentum nachlässig waren. Bei offensichtlichen Lösungen ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie mehrmals gefunden wurden und die Schöpfer unabhängig voneinander gearbeitet haben.

Um die Beschreibungen so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten, arbeite ich fast immer mit Beispielen. Diese sind willkürlich gewählt, was im Text nicht explizit erwähnt wird. Um die Genauigkeit der Berechnungsmethode abschätzen zu können, werden auch die analytisch gefundenen genauen Ergebnisse angegeben. Diese werden durch Dezimalstellen angegeben.

Die Methoden werden in erster Linie kommentarlos beschrieben und die Beurteilung des Nutzwertes, der Originalität und der Praxistauglichkeit dem Leser überlassen. Seltene Ausnahmen von dieser Regel waren aus wissenschaftlichen Gründen notwendig. Die Reihenfolge der einzelnen Kapitel ist rein willkürlich und in keiner Weise Ausdruck meiner Wertschätzung.

Ich bin mir bewusst, dass viele Leser, die sich für ein so spezielles Thema interessieren, vielleicht mehr über die Erfinder wissen wollen, wie die verschiedenen Erfindungen miteinander verknüpft sind und welchen Einfluss der technische Fortschritt auf die Gestaltung dieser Rechengeräte hatte.  Leider muss ich diese Leser enttäuschen. Da ich kein Wissenschaftshistoriker bin, war es weder meine Absicht noch kann ich darüber schreiben. Daher finden sich hier weder historische Details zu einzelnen Produkten und deren Herstellern, noch Informationen über Vertriebs- und Produktionszahlen oder biographische Informationen über deren Schöpfer. Für Leser, die mehr über die sehr interessante Geschichte der Navigationscomputer erfahren wollen, empfehle ich ein demnächst erscheinendes Buch von Prof. Alexander Piel, dem ich für seine Anregungen und wertvollen Hinweise für diese Arbeit danken möchte.